Liebe Leserinnen und Leser,

es ist mir eine große Freude Ihnen die erste Ausgabe meines Europa Reports im Jahr 2016 präsentieren zu können.

Nach den Anschlägen in Paris  und Istanbul durch die Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat hat der Terror nun am 22. März auch die europäische Hauptstadt Brüssel erreicht.

Zwei  Explosionen ereigneten sich am Flughafen und einer zentralen Metrostation, bei denen
34 Menschen starben und über 300 verletzt wurden. Diese Ereignisse haben natürlich auch Auswirkungen auf uns, die Arbeit im Europäischen Parlament und die Stimmung in der Stadt allgemein. Bereits vor diesen schrecklichen Ereignissen war es für uns zum Alltag geworden stark bewaffnete Polizisten, Fahrzeuge und Personen des Militärs überall in der Stadt zu sehen. Nun ist es passiert und der Schock und die Fassungslosigkeit sitzen tief. So schwer es fällt, wir dürfen uns nicht einschüchtern und verunsichern lassen, denn damit hätten die Terroristen gewonnen. Wir müssen als Europäer zusammen für den Erhalt unserer Europäischen Union kämpfen, die sich auf die Werte der Demokratie, des Friedens, der Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit gründet. Besonders müssen wir darauf achten, dass diese Ereignisse nicht von rechten politischen Kräften benutzt und instrumentalisiert werden, um Stimmung gegen die schutzsuchenden Flüchtlinge zu machen.  

Diese Ausgabe thematisiert die schwierigen Zeiten, die wir sowohl in Deutschland als auch in Europa momentan durchleben. In den Medien lesen wir überwiegend von „Skandalen“, wie beispielsweise dem VW-Skandal, „Krisen“, wie der Flüchtlingskrise oder negativen Folgen von politischen Entscheidungen,
wie etwa einem möglichen Brexit.

Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe anlässlich des Ratsgipfels in Brüssel Ende Februar einen Artikel zu dem am 23. Juni im Vereinigten Königreich anstehenden Referendum. In diesem Volksentscheid soll über die Zukunft Großbritanniens und den Verbleib in oder den Austritt aus der Union abgestimmt werden.

Außerdem möchte ich Sie über meine Arbeit als Mitglied und den neu ins Leben gerufenen Untersuchungsausschuss über Emissionsmessungen in der Automobilindustrie (EMIS) informieren. Auslöser für dessen Einberufung waren die Betrugsfälle bei Volkswagen.

Weiterhin bestimmen neben den Themen der bereits in Deutschland angekommenen Flüchtlinge und deren Integration auch die flüchtenden Menschen, die bereits unterwegs sind, aber an einigen Ländergrenzen aufgehalten werden, momentan die Flüchtlingsdebatte. Einige Länder brechen mit dem internationalen Übereinkommen des Schengener Abkommens und schließen ihre Grenzen.
Was das für Europa bedeutet ist undenkbar.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre der bereits kurz angesprochenen Artikel
und beim Entdecken meiner Arbeit für Sie in Europa.

Sie können die aktuelle Ausgabe des Europa Reports hier als PDF-Datei herunterladen.

Ihr

Sven Schulze